Aufruf: BMW-Guggenheim-Lab verhindern!

Bitte diesen Aufruf unterstützen, verbreiten und veröffentlichen!

Kein „BMW-Guggenheim-Lab“ am Spreeufer in Kreuzberg!

In den nächsten Wochen soll Baubeginn sein, am 23. Mai soll es eröffnet werden: das sogenannte „BMW Guggenheim Lab“ am Spreeufer in Friedrichshain-Kreuzberg. Das sogenannte „Lab“ ist eine miese Image-Veranstaltung des konsevativen BMW-Konzerns, bedeutet für den Kiez noch weiter steigende Mieten sowie die faktische Privatisierung des Grundstückes und wurde natürlich ohne jede Beteiligung der AnwohnerInnen geplant.

Wir lehnen dieses Projekt ab und fordern BMW und Guggenheim auf, darauf zu verzichten. Wir unterstützen alle Versuche, das geplante „Lab“ im Interesse der Anwohnerinnen und Anwohner zu verhindern.


  • Das geplante BMW-Lab ist eine reine Image-Veranstaltung für den BMW-Konzern. Der BMW-Marketing-Chef im „Manager Magazin“: „Wir haben es hier mit einem interessierten, aufgeschlossenen Publikum zu tun, das wir mit traditionellem Marketing und herkömmlichen Kommunikationskanälen immer weniger erreichen. All jene, die ganz definitiv keine Autozeitschriften lesen… Mit der Experiential branding-Strategie, und ganz konkret mit dem BMW Guggenheim Lab, möchten wir jene ansprechen, die heute vielleicht noch keine besondere Affinität zur Marke BMW haben.“
  • BMW ist nicht irgend eine Marke, sondern ein besonders konservativer Konzern mit einer besonders üblen Vergangenheit. Ein großer Teil des Grundkapitals stammt aus Arisierungen und der Ausbeutung von Zwangsarbeiter_innen während der Herrschaft der Nationalsozialisten. BMW ist einer der größen Partei-Spender, Zuwendung fließen ausschließlich an die reaktionär-liberalen Parteien CDU, CSU und FDP. Auch sonst gibt BMW viel Geld aus, etwa über diverse Stiftungen, um die Idee des Kapitalismus als der besten und einzig möglichen Gesellschaftsform zu verbreiten. Aktuell befindet sich BMW in der massiven Kritik verschiedener Gewerkschaften, weil kein anderer Autokonzern in der BRD in einem solchen Umfang schlecht bezahlte Leih-ArbeiterInnen einsetzt.
  • Für den Wrangelkiez, in dessen Zentrum das „Lab“ gebaut werden soll, bedeutet dieses Projekt eine weitere Aufwertung und damit weiter steigende Mieten. Schon heute ist der Wrangelkiez, wie überhaupt die Altbauquartiere von Kreuzberg, mit massiv steigenden Mieten und damit einher gehenden Verdrängungsprozessen der Bevölkerung mit geringen Einkommen konfrontiert.
  • Das „Lab“ bedeutet die faktische Schließung des heute für die Öffentlichkeit zugänglichen und viel genutzten Grundstückes Cuvrystraße Ecke Schlesische Straße. Nur noch während der Programm-Zeiten des „Lab“ soll das Grundstück zugänglich sein. An Tagen, an denen kein Programm stattfindet, und jeden Abend ab 22 Uhr bleibt das Grundstück verschlossen, Securitys und Polizei sollen jedes Betreten unmöglich machen.
  • Für den neuen Eigentümer des Grundstückes, die „Ritter Finest Real Estate“, bedeutet das Vorhaben eine Wertsteigerung des Grundstückes und verbessert die Perspektiven, nach dem „Lab“ hier die geplante Hoch-Luxus-Wohnanlage bauen und vermarkten zu können. „Ritter Finest Real Estate“ ist Spezialist für solche Hoch-Luxus-Projekte.
  • Wir wollen weder ein „BMW-Guggenheim-Lab“ noch die geplante Luxus-Wohnanlage: Spreeufer-Grundstück Cuvrystraße auf Dauer für alle und umsonst! BMW-Lab und Luxus-Bebauung verhindern!

    BMW – NEE! Anwohnerinnen und Anwohner gegen das geplante „BMW-LAB“ im Wrangelkiez

    Mehr Infos: http://bmwlabverhindern.blogsport.de/

    Alle Gruppen, Projekte und Initiativen, die diesen Aufruf unterstützen wollen: bitte eine kurze E-Mail an bmw_lab_verhindern(ät)riseup.net schicken!