Proteste gegen „BMW-Lab“ weiten sich aus

Aus der „Berliner Zeitung“ – ohne Kommentar.

Mehr Gruppen gegen BMW

Von Stefan Strauss

Der Widerstand gegen das geplante BMW Guggenheim Lab in Berlin breitet sich aus. Nach Protesten von Kiezgruppen und Künstlern aus Kreuzberg melden sich nun auch Initiativen und Mieterorganisationen aus Mitte und Prenzlauer Berg zu Wort.

Sie bereiten einen Aufruf vor, der von Projekten, Gruppen und Einzelpersonen aus der ganzen Stadt unterzeichnet werden soll.

Der Protest richtet sich dabei vor allem gegen den Autokonzern BMW, der das Diskussionsprojekt der Guggenheim-Stiftung New York über die Zukunft der Stadt finanziell unterstützt. „Wir brauchen keine Diskussionskultur, die von BMW organisiert, strukturiert und moderiert wird“, heißt es. „Wir warten auch nicht mit BMW gemeinsam auf die Zukunft dieser Stadt. Unsere Zukunft ist nicht die von BMW. Prenzlauer Berg und Mitte brauchen kein BMW Guggenheim Lab – hier nicht und auch sonst nicht.“

Die Kuratoren aus New York besichtigen in dieser Woche einige Standorte in Berlin, die für den Aufbau der 30 Meter langen Freilufthalle geeignet und sicher vor Störungen sind. Im Gespräch ist dabei auch der Pfefferberg in Prenzlauer Berg. Eine Initiative von Anwohnern des benachbarten Teutoburger Platzes („Leute am Teute“) lehnt das Guggenheim-Projekt auf dem Pfefferberg ab. „Immerhin gibt es jetzt aus Kreuzberg einige Handreichungen, wie man Investoren verschrecken kann“, schreiben sie.

Die CDU hat während ihrer Klausurtagung in Dresden die Drohungen gegen das Projekt verurteilt.