Splitter und Perlen

Die Ereignisse schreiten schnell voran. Gerne würden wir einen ausführlichen Überblick geben, aber das kriegen wir gerade nicht hin. So hier also ein paar willkürlich ausgewählte Splitter – und Perlen.

Fangen wir mit den Perlen an. Was uns sehr amüsiert hat, ist das Interview mit einem gewissen Herrn Wansner, so genannter „Innenexperte“ der Berliner CDU. Aber seht selbst bei Youtube“: „…dann gnade uns der liebe Gott.“

Auch sehr hübsch: Innen/Bullen-Senator Henkel in der aktuellen Abendschau – hier auch sehenswerte Ausschnitte aus dem „BMW-Werbe-Video“ für das Lab und eine interessante Info, die unbeabsichtigt durchruscht: offensichtlich wird BMW entscheiden, ob und wo das „Lab“ stattfindet („Frühestens Ende dieser Woche soll eine Endscheidung getroffen werden, heißt es bei BMW.“)

Was uns sehr gefreut hat, ist die Unterstützung vieler KünsterInnen für den Protest gegen das BMW-Lab. Vorne dabei natürlich die engagierten Leute der KünstlerInnen-Initiative „haben und brauchen“. Aber auch der bbk – der Berufverband bildender KünstlerInnen in Berlin – hat eine Stellungsnahme veröffentlicht, die wir ziemlich schön fanden. Schön daran ist auch, daß der korrupte Bürgermeister, Wowereit, der sich ja so gerne als Unterstützer der Künste aufspielt und dem BMW-Lab den „roten Teppich“ ausrollen möchte, auf Widerstand in der berliner Kunstszene trifft. Im Art Magazin aus Hamburg ist ein ganz guter Artikel zum Lab erschienen. Das Online-Magazin „Art in Berlin“ hat schon im Dezember letzten Jahres einen, nun ja, doch recht kritischen Artikel zum BMW-Lab in NewYork gebracht.

Was uns sehr interessiert hat, waren die kritischen Beschreibungen des „Lab“ in NewYork, u.a. im eben schon erwähnten Magazin „Art in Berlin“, aber auch in der „taz“.

Was sich ansonsten so tut: neben der Debatte, ob Überlegungen, daß Farbbeutel aufs BMW-Lab vielleicht eine allgemein akzeptierte Stadt-Verschönerung sein könnten und was das LKA davon hält, geht es zunehmend um die Rolle von BMW. Selbst die „Linken“ werfen als Idee in den Raum, ob „angesichts der aktuellen Diskussion“ das BMW-Sponsor-Verhältnis nicht von Guggenheim aufgelöst werden könne.

Das in Kreuzberg in der Nähe des ursprünglich geplanten Lap-Standorts am letzten Sonntag besetzte Haus, wo entmietete Wohnungen, die im Rahmen der GSW-Privatisierung von der Stadt seinerzeit kurzerhand verschenkt wurden in Luxus-Eigentums-Wohnungen umgewandelt werden sollen, wurde leider am nächsten Tag wieder geräumt.

Aber heute ist nicht aller Tage – wir kommen wieder, keine Frage!