BMW: Ausbeuten und profitieren

BMW ist gerade einer der Konzerne, die besonders aggressiv darin sind, ArbeiterInnen-Rechte und Tarifverträge durch den massiven, systematischen Einsatz von LeiharbeiterInnen und sogenannte „Werksverträge“ zu umgehen. Für die BMW-Eigentümer lohnt sich diese Strategie: schließlich betrug der Profit 2011 nach Abzug aller Steuern sage und schreibe 4.900.000.000 Euro, fast 5 Milliarden.

Was das für die Arbeiterinnen und Arbeiter bedeutet, beschreibt die „Frankfurter Zeitung“ heute in einem Artikel unter dem Titel „Mund halten und weiter arbeiten“ am Beispiel des BMW-Werkes in Leipzig, wo mittlerweile deutlich mehr als die Hälfte der Beschäftigten nahezu ungeschützt und grottenschlecht bezahlt mit Leiharbeits- oder Werkverträgen arbeiten.

In einem weiteren Artikel unter dem Titel „Manager lernen Lohndumping“ beschreibt die FR, wie Werksverträge zur Aushebelung von Tariflöhnen und ArbeiterInnen-Rechten bei BMW und anderen Großkonzernen systematisch zur Profitmaximierung eingesetzt werden.
Aus dem Artikel: „Im BMW-Werk Regensburg wurden in den vergangenen vier Jahren Leiharbeiter mit knapp zwölf Euro pro Stunde entlohnt. Am Fließband aber standen ebenso Werkvertragler mit einem Stundenlohn von 7,81 Euro.“

Dass BMW uns nun hier mit dem sogenannten „BMW-Lab“ ein Forum zur Verfügung stellen will, wo nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Gegenwart des Ausbeuter-Konzerns BMW ausführlich dargestellt und disktutiert werden kann, werden wir zu schätzen wissen.